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Ein modernes Dorf mit Stil – mit Licht, Raum und Details, die Atmosphäre schaffen – Gespräch mit Dipl.-Ing. Architektin Dominika Baran, Bright Home

Immer mehr Polen träumen von einem Haus, in dem der Alltag langsamer vergeht und die Innenräume Ruhe und Wärme ausstrahlen. Der Stil Farmhouse in seiner modernen Ausprägung verbindet die Schlichtheit des Landhauses mit der Eleganz zeitgenössischen Designs. Helle Farben, viel Licht, natürliche Materialien und Details, die eine Geschichte erzählen – das sind Elemente, die in den Händen eines guten Architekten zu einem harmonischen Lebensraum werden.

Wie der Prozess der Gestaltung solcher Innenräume aussieht, welche architektonischen Lösungen sich in vom Landleben inspirierten Häusern am besten bewähren und wie dekorative Heizkörper zu einem integralen Bestandteil der Einrichtung werden können, darüber sprechen wir mit Dipl.-Ing. Architektin Dominika Baran – Inhaberin des Studios Bright Home, Autorin zahlreicher Entwürfe für Wohnhäuser, Geschäftsgebäude und Innenräume, in denen Design und Funktionalität Hand in Hand gehen.

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Paulina: In Ihrer Arbeit verbinden Sie Elemente traditioneller ländlicher Architektur mit modernen Lösungen. Wie sieht Ihr Prozess aus, um dieses ideale Verhältnis zwischen beiden Polen zu erreichen?

Dominika Baran: Dieser Prozess beginnt für mich mit dem Verständnis der Geschichte des Ortes und seines Kontextes. Ich versuche, charakteristische Merkmale ländlicher Häuser einzubringen, wie einzigartige regionale Details oder natürliche Materialien, und gleichzeitig moderne Annehmlichkeiten zu integrieren. Wenn es um die endgültigen Proportionen rustikaler oder klassischer Elemente im Verhältnis zu zeitgenössischen Formen und Lösungen geht, spielen die Vorstellungen der Investoren über den geplanten Raum eine entscheidende Rolle. Ich frage die Eigentümer immer, wie stark sie die Innenräume in einer idyllischen Atmosphäre verankern möchten und inwieweit wir aktuelle Annehmlichkeiten und minimalistischere Formen einbringen können. Das Ergebnis ist eine perfekte Balance zwischen „modern“ und „farmhouse“, die dem entspricht, wie sich die Nutzer in ihrem eigenen Zuhause fühlen möchten und welchen Lebensstil sie im Alltag führen. Ich erschaffe Häuser, die so einzigartig sind wie ihre Besitzer.

Paulina: Wird der Stil Farmhouse in Polen immer populärer?

Dominika Baran: Absolut ja! Immer mehr Menschen schauen in sich hinein, kehren zu ihren Wurzeln und Kindheitserinnerungen zurück und schätzen dadurch den idyllischen Charme dieses Stils. Hausbesitzer wünschen sich, dass ihre Häuser Wärme und Geborgenheit ausstrahlen. Der Stil Farmhouse in seiner modernen Ausführung entspricht perfekt den Bedürfnissen heutiger Familien, die Räume zum Leben, Arbeiten und Entspannen suchen. Kein Wunder also, dass sich dieser Stil in unserem Land so gut etabliert hat – wir Polen schätzen Tradition sehr, betonen gerne unsere Identität, sind äußerst familiär, gastfreundlich und offen und verbringen zudem gerne Zeit in der Natur.

Paulina: Stellen Sie fest, dass Investoren immer häufiger möchten, dass ihre Häuser „auf Jahre hinaus“ – zeitlos, mit Blick auf Veränderungen im Lebensstil – entworfen werden? Wie wirkt sich das auf die Wahl der Materialien, die Raumaufteilung oder die Ausführungsdetails aus?

Dominika Baran: Ja, das ist ein deutlich erkennbarer Trend. Kunden denken immer häufiger langfristig, was sich sowohl in der Wahl der Materialien als auch in der Raumaufteilung widerspiegelt. Interessant ist, dass gerade junge Paare die Eigenschaften natürlicher Materialien schätzen, die edel altern, die Möglichkeit zur Renovierung bieten und in Qualität statt Quantität investieren wollen. Diese Haltung freut mich sehr, da sie garantiert, dass auf diese Weise gestaltete Innenräume stets Klasse ausstrahlen. In meinen Projekten achte ich besonders auf zeitlose Lösungen, Farben und Formen, die begeistern und ihre Funktion unabhängig von kurzlebigen Trends erfüllen.

Paulina: Oft heißt es, dass die Details den Charakter eines Hauses bestimmen. Welche Details – abgesehen von Möbeln und Beleuchtung – sind entscheidend für die Ausgestaltung eines Raumes im Farmhouse-Stil?

Dominika Baran: Der Farmhouse-Stil hat eine ganze Liste von Elementen, die ihn von anderen populären Stilen unterscheiden. Dazu gehören unter anderem: Holzausführungen an verschiedenen Innenbauteilen, Stein- oder Ziegelverkleidungen an Wänden und Böden, natürliche Textilien (Baumwolle, Leinen, Jute), rustikale Gebrauchsgegenstände (wie Holz- oder Stein-Schneidebretter, Mörser, Messing-Gewürzmühlen, Waagen mit Zeiger oder geflochtene Aufbewahrungskörbe), die auf Regalen oder Arbeitsflächen präsentiert werden und nicht nur dekorativ sind, sondern tatsächlich im Alltag verwendet werden. Typische Elemente dieses Stils sind zudem: ein großes keramisches Bauernspülbecken, eine Küchenschürze in charakteristischer dekorativer Verkleidung, ein Gas- oder im Stil gehaltener Induktionsherd, ein Kamin mit auffälligem Portal, sichtbare Deckenbalken oder Holzverkleidungen, Wandvertäfelungen oder Holzpaneele (wie Shiplap oder Board and Batten) kombiniert mit mehr oder weniger dekorativen Tapeten, klassische oder durchbrochene Möbel-Fronten (z. B. Shutters), Türen und Fenster mit Sprossen, Schiebetüren (im Stil von Barn Doors) sowie Retro-Heizkörper und klassische Waschbecken, Armaturen und WCs. Außerdem achte ich darauf, dass jedes Element des Interieurs seine eigene Geschichte erzählt – so bekommt der Raum eine Seele.

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Badezimmer im Farmhouse-Stil mit Terma-Investitionsheizkörper M01

Paulina: Innenräume im Farmhouse-Stil sind in der Regel gemütlich, aber auch funktional. Welche Gestaltungslösungen ermöglichen es, dieses Gleichgewicht zwischen Ästhetik und Komfort zu bewahren?

Dominika Baran: Ein großer, gut belichteter Wohnbereich – Küche, Esszimmer, Wohnzimmer – ist das Herz eines Hauses im Farmhouse-Stil. Eine solche Lösung für die Hauptzone fördert eine gemütliche, familiäre Atmosphäre, die Geborgenheit und Sicherheit vermittelt. Zusätzliche Elemente, die sowohl eine ästhetische als auch eine funktionale Rolle spielen, können sein: eine Kücheninsel, ein großes Spülbecken mit nur einem Becken, ein großer Kühlschrank Side by Side oder ein Doppelkühlschrank in Möbeleinbau, ein Kamin, ein großer Esstisch sowie eine klare Trennung zwischen Wohnbereich und privatem Bereich der Nutzer.

Paulina: Dekorative Heizkörper übernehmen immer häufiger eine doppelte Rolle – technisch und ästhetisch. Wie wählen Sie die Modelle aus, damit sie harmonisch mit dem hellen, rustikal-modernen Stil zusammenspielen?

Dominika Baran: Bei der Auswahl der Heizkörper achte ich darauf, dass das gewählte Modell möglichst zeitlos in seiner Form ist (im Retro-Stil, wenn wir einen klassischeren Charakter des Raumes erzielen möchten, oder in einer schlichten Form, wenn das Interieur minimalistischer wirken soll).

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Paulina: In polnischen Landhäusern trifft man oft auf offene Wohnbereiche. Welche Herausforderungen und Möglichkeiten ergeben sich daraus im Hinblick auf die Platzierung von Heizkörpern und die Sicherstellung einer optimalen Beheizung?

Dominika Baran: Offene Räume bieten viele gestalterische Möglichkeiten, erfordern jedoch auch ein durchdachtes Heizkonzept. Entscheidend ist, dass die Heizkörper so platziert werden, dass sie eine gleichmäßige Wärmeverteilung gewährleisten, ohne die Ästhetik des Raumes zu stören. In der Praxis entscheiden sich heute die meisten Kunden für eine Fußbodenheizung im gesamten Haus, wodurch Heizkörper meist nur im Badezimmer eingesetzt werden. Investoren fragen sich zwar oft, ob ein Heizkörper dort überhaupt notwendig ist, wenn die Fußbodenheizung vorhanden ist – letztlich fällt die Entscheidung aber fast immer zugunsten eines zusätzlichen Heizkörpers. Zum Glück gibt es heute mehrere Optionen bei der Wahl des Badezimmerheizkörpers, sodass sich problemlos das passende Modell für die Anforderungen der Nutzer finden lässt.

Paulina: Weiß und Beigetöne in Kombination mit Holz sind Klassiker des Farmhouse-Stils. Welche Rolle können Heizkörper in dieser Farbpalette spielen – betrachten Sie sie eher als neutrales Element oder als kontrastierenden Akzent?

Dominika Baran: Ich wähle hauptsächlich Modelle in neutralen Farben (Weiß, Beige, Anthrazit, Schwarz) oder in Ausführungen wie Chrom, gebürstetem Messing oder Metallic-Tönen. Es gibt dabei keine feste Regel für die Wahl der Oberfläche – das hängt immer von den übrigen Komponenten des Interieurs ab. Ich analysiere die Proportionen der eingesetzten Farben und entscheide, ob der Heizkörper die dominierende Farbe fortführen oder im Gegenteil Dynamik verleihen und einen farblichen Akzent setzen soll (z. B. gebürstetes Messing vor einer Wand in gebrochenem Weiß). Für mich sollten Heizkörper stets ein Element sein, das sich harmonisch in die gesamte Einrichtung einfügt.

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Paulina: Auch in vom Land inspirierten Interieurs hält die Technologie Einzug. Welche modernen Lösungen in Heizsystemen empfehlen Sie Ihren Kunden am häufigsten, um den natürlichen Charakter des Hauses nicht zu stören?

Dominika Baran: Am häufigsten empfehle ich meinen Kunden Heizkörper, die neben der Funktionalität auch ästhetische Formen bieten – schlanke, dekorative oder im Retro-Stil –, sodass sie sich leicht in die Atmosphäre eines vom Landleben inspirierten Hauses einfügen. Da auf dem Markt Heizkörper mit klassischem Anschluss (Zentralheizung), elektrische Modelle (mit Heizpatrone, wofür eine Steckdose vorgesehen werden muss) sowie Hybridlösungen erhältlich sind, können wir problemlos die Variante wählen, die zu den Anforderungen der Bewohner passt. Wichtig ist, dass die Technologie den natürlichen Charakter des Hauses nicht stört, sondern ihn im Gegenteil noch unterstreicht. In der Praxis bewähren sich besonders elektrische Lösungen mit der Möglichkeit, die Temperatur präzise zu steuern, Heizprogramme zu erstellen oder Räume schnell aufzuheizen (eine ideale Option für Menschen, die eine höhere Temperatur im Badezimmer schätzen). So lassen sich Komfort, Energieeffizienz und stilistische Kohärenz perfekt miteinander verbinden.

Paulina: Verwenden Sie in Farmhouse-Projekten auch Heizkörper in unkonventionellen Formen – z. B. vertikale, durchbrochene, farbige Modelle – oder bevorzugen Sie Varianten, die sich in minimalistische Rahmen einfügen?

Dominika Baran: Es kommt vor, dass ich Heizkörper in ungewöhnlichen Größen wähle, die zu einem interessanten Akzent im Projekt werden können. Die größte Herausforderung sind große Wandflächen, insbesondere in größeren Badezimmern, die als Baderäume gestaltet sind. In solchen Fällen muss ich besonders auf die Proportionen aller Einrichtungselemente achten, um zu vermeiden, dass kleine Heizkörper vor großen Flächen verloren wirken. Dann greife ich gerne zu horizontalen Leiter-Modellen, die sich zudem zum Trocknen großer Handtücher eignen. Leider gibt es auf unserem Markt immer noch nur eine begrenzte Auswahl an klassischen Modellen in horizontaler Ausführung.

Paulina: Einige Bauherren träumen von einem „Haus wie im amerikanischen Film“, fürchten aber, dass es unter polnischen Bedingungen unpraktisch wäre. Wie zeigen Sie, dass ein solcher Stil zugleich schön und funktional sein kann?

Dominika Baran: Ich konzentriere mich auf praktische Lösungen, die gleichzeitig durch ihre Ästhetik begeistern. Mein Ziel ist es, Räume zu schaffen, die sowohl visuell beeindruckend als auch funktional sind und den täglichen Bedürfnissen der Bewohner entsprechen. Sorgfältig ausgewählte Materialien, Farben, Muster und Ausführungen einzelner Ausstattungselemente ermöglichen es, ein „Haus wie im amerikanischen Film“ auch in unseren polnischen Realitäten zu verwirklichen. Zum Beispiel – unabhängig vom gewählten Bodenbelag empfehle ich immer eine Variante, „auf der viel passiert“. Je einheitlicher und „reiner“ die Textur ist, desto leichter fallen Dinge auf, die man auf den ersten Blick lieber nicht sehen möchte. Es soll schön, funktional und komfortabel sein.

Paulina: Wenn Sie ein Heizkörpermodell benennen müssten, das für Sie das „kleine Schwarze“ Ihrer Projekte ist – universell, zeitlos und immer elegant –, welches wäre es und warum?

Dominika Baran: Die Antwort ist einfach – das Modell Retro ist jenes, das ich in meinen Projekten vielleicht sogar „zu oft“ verwende ;) Warum? Weil es meiner Meinung nach zu jedem Interieur mit einem Hauch Klassik passt. Es präsentiert sich perfekt sowohl in Weiß, Chrom, Messing als auch in anderen metallischen Oberflächen.

Gespräch mit Dipl.-Ing. Architektin Dominika Baran, Bright Home